Hexengedanken

5 Dinge, die mich an Instagram stören

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Manchmal ist es nicht leicht, etwas laut auszusprechen. Ein “Das finde ich toll daran”, kann manchmal genau so hart wie auch einfach sein. Und ein “Das finde ich einfach scheiße” kann ebenfalls schnell gesagt sein oder mit Überlegung sehr schwer fallen.

Instagram habe ich vor 3 Jahren ganz anders wahrgenommen, als wie ich es mittlerweile wahrnehme. Bevor jetzt jemand denkt, ich würde nur das Schlechte sehen: Nein das tue ich nicht. Instagram ist für mich immer noch ein wundervoller Ort des Austausches. Ein Ort, den ich entdecken durfte, der mir Menschen näher gebracht hat. Und doch gibt es in überall irgendwo ein kleines “Aber”.

Das ewige Gejammer über die Reichweite und die Followerzahl

Vorweg sei gesagt: Ja, ich weiß wie ätzend es sein kann, wenn man stundenlang vor seinem aufgebauten Szenario sitzt und Fotos macht. Wenn man sie bearbeitet und man selber so unendlich stolz auf sich ist, weil man denkt: Ja genau das ist es. Und dann lädt man es hoch und dann, ja was? Die Likes sind nicht so, wie man sie sich erhofft hat und die Kommentare bleiben auch aus. Gerade für Blogger, die anderes gewohnt sind, ist das sehr bitter.
Aber wisst ihr was? Es geht jedem so. Egal ob es der große Blogger mit 37 K ist oder der kleine Blogger mit 500 ist. Jeder hat einen Verlust. Sei es durch den Algorhitmus oder dadurch, dass man einmal selber zu wenig macht.
Mache ich selber viel bei Instagram, like ich jeden Tag stumpf meine Liste durch und noch mehr, dann bekomme ich die Likes zurück, die Erwartung die ich hatte. Tu ich es nicht, dann komme ich fast immer auf die gleiche Zahl.
Dann habe ich angefangen mich zu fragen, was ich noch ändern kann. Damals habe ich immer nur minimalst kurze Texte unter die Bilder geschrieben. Nie was gefragt. Auch jetzt fehlt mir immer noch die Unterhaltung bei Insta, aber es wird besser. Weil wir langsam unseren Weg finden. Wir finden langsam die beste Uhrzeit zum Posten. Wir finden langsam die genauen Worte. Die richtigen Hashtags. Wir interagieren mehr mit unseren Followern, aber auch mit anderen Instagrammern. Wir erweitern uns. Und haben bisher nicht einmal gejammert. Seit Anfang des Jahres haben wir 500 Follower verloren. Wir haben selber ausgemistet und wir waren inaktiv. Also ist es okay. Wir sind klein.
Leute wie Fuchsias Weltenecho oder IvyBooknerd haben ihre Follower auch nicht an einem Tag gewonnen. Sie haben sie durch verdammt geniale Beiträge gewonnen.
Natürlich weiß ich, dass es nervt, aber Leute… auch ein Unternehmen wie Instagram muss sein Geld verdienen. Und sei es durch sowas. Finden wir es scheiße? Ja. Und ja, natürlich darf man auch mal zwischendurch sagen: So ist es doch alles scheiße.
Aber wenn man es jeden Tag hört, sorry… aber geht es euch dann nur um die Followerzahl? Ich dachte um den Austausch über Bücher?

Der falsche Umgangston

Das Internet macht uns Gesichtslos. Unser Selbstbewusstsein wird größer. Unsere Hemmschwelle nimmt ab. Und schwupp passiert es: Jemand postet etwas in der Story und es kommen Antworten, bei denen sich mir die Nackenhaare aufstellen.
Leute, was denkt ihr wer ihr seid? Nur weil ihr im Internet unterwegs seid, habt ihr plötzlich erstmal verlernt “Hallo, Tschüss, Bitte und Danke” zu sagen? Zusätzlich meint ihr dann einfach, von oben herab und zickig zu belehren nur weil man vielleicht einen Fehler gemacht hat? Weil man etwas falsch betitelt hat? Oder weil man eurer Meinung nach anders mit dem Hund/der Katze umgehen müsste? Weil man eine andere Meinung übers Kinder kriegen haben müsste? Leute kommt mal runter, ehrlich.

Ihr habt NICHT das Recht über jemandes Leben zu bestimmen. Ihr habt NICHT das Recht, jemandem zu sagen, was er FALSCH macht. Und vor allem habt ihr NICHT das Recht, es in solchen Tönen zu machen, nur weil das Internet euch das Gesicht nimmt.
Worte richten genug Schaden an, mehr als eine Waffe es jemals könnte.
Wenn ihr glaubt, jemand macht in euren Augen etwas falsch, dann schreibt ihm gefälligst höflich an. Fragt denjenigen höflich, wieso er sich dazu entschieden hat, es so zu machen. Derjenige wird euch kein Bein abreißen. Stattdessen wird er sich euch anvertrauen. Es sei denn es ist PRIVAT. Leute, auch im Internet gibt es eine PRIVATSPHÄRE.
Und dann kann man immer noch auf friedlicher Basis diskutieren. Es sei denn, ihr habt desjenigen Beweggründe vielleicht sogar verstanden oder euren Horizont erweitert.
Denkt mal drüber nach.

Lesen und Lesen lassen

Wie es mich aufregt. Immer wenn ich denke, dass Thema sei gegessen, kommt es wieder auf. Und ich kriege regelrecht kleine Ausraster.
Wisst ihr, bevor Anna und ich mit dem Bloggen angefangen haben, habe ich tatsächlich gar nicht soooo viel gelesen. Als Teenager habe ich mehr gelesen, aber vor der Ausbildung ging es echt verloren. Ich habe 3 Jahre lang so gut wie gar kein Buch in der Hand gehabt. Während der Ausbildung habe ich dann plötzlich meine Liebe zu Büchern wieder gefunden. Und sie war stärker denn je. Und anders. Habe ich damals wirklich einfach nur gelesen um zu lesen, veränderte sich langsam mein Leseverhalten. Ich wollte die Bücher mehr wahrnehmen. Und irgendwann machte es bei einem Buch plötzlich klick. Und die Idee für unseren Blog war geboren. Weil ich eben genau dies festhalten wollte. Dennoch findet man mittlerweile viel Fantasy auf unserem Blog. Selten Bücher mit “Mehrwert”. Warum? Tja, es gibt Leute die würden jetzt sagen: Weil diese beiden Mädels keine Bücher mit Mehrwert lesen.
Falsch. Ich habe schlichtweg nie Worte dafür.
Und genau so kann es anderen Menschen gehen.
Ich kriege wirklich Ausraster, wenn man anderen Menschen unterstellt, ALLES nur wegen Klicks zu machen und diesen Menschen gar nicht zu kennen. Vielleicht lesen diese Menschen nicht nur Lyx Bücher? Vielleicht lesen Menschen nicht nur Romane? Nicht nur Dystopien? Nicht nur Bücher von einem einzigen Verlag? Vielleicht zeigen sie es einfach nur nicht? Weil sie keine Worte dafür haben? Weil sie es für sich behalten?
Und ganz ehrlich? WAS IST SO SCHLIMM DARAN?
Was gibt uns denn bitte das Recht, das Leseverhalten, anderer Menschen zu verurteilen? Es ist schön, wenn man andere Menschen aufmerksamer machen möchte. Wenn man möchte, dass sie ihr Bewusstsein erweitern. Wenn sie mehr reflektieren. Man kann es aber nicht durch Zwang, durch eine herablassende Art erzwingen. Das klappt so nicht.
Ich lese das, was ich möchte und WANN ich es möchte. Ich lasse mir gerne Empfehlungen geben, aber ich lasse mir verdammt noch mal nicht vorschreiben, was ich zu lesen habe.

Spoiler

“Bei diesem Buch ist das passiert. Und das Hauptding ist das.” – “Ist das dein Ernst? Das ist voll der Spoiler?” – “Das Buch gibt es seit 4 Wochen, lies schneller…”
Grrrrrr… Nein… einfach Nein. Ich sage nichts dazu, dass man mich bei Harry Potter spoilern kann. Denn wie sagen viele so schön: Harry Potter KANN man nach 20 Jahren nicht mehr spoilern. Und ja, da stimme ich voll zu.
Aber ein Buch, dass erst- und ja ich sage bewusst erst- seit 4 Wochen draußen ist…. ja doch da kann man definitiv noch spoilern. Denn verdammt… nicht jeder kommt dazu, dieses Buch JETZT SOFORT zu lesen. Als Someone New rauskam, war ich gerade in London. Ich habe mich so geärgert. Weil ich genau wusste, dass dieses Buch mich zu Hause erwartet. Und dann war ich zu Hause und konnte es halt einfach noch nicht lesen. Zeit ist halt eben nicht immer da. Nicht jeder kann sich die Zeit nehmen. Nicht jeder hat Zeit in der Bahn oder sonst was. Also musste das Buch noch 2 Wochen warten. Und dann erfährt man sowas wie da oben. Findet man es scheiße? Ja definitiv. Man kann ein “Achtung Spoiler” davor setzen. Ich fand die Message davor wichtig. Klar. Aber dann gleich alles platzen zu lassen.. nö, einfach nö. Uncool.

Genau so ist es aber auch bei Filmen und Serien. Freue ich mich auf die GoT Staffel? Nein. Weil ich nicht gleich sofort bei Erscheinen der Episode diese gucken kann. Und was wird sein? Ich werde die Spoiler definitiv umgehen müssen, die gleich danach online gehen werden. Jipiiiieh.

Die Sache mit den Preisen

“Das Buch ist viel zu teuer” – “XYZ-Verlag, erkläre dich, wieso ist das so teuer?”
Sätze, bei denen ich mittlerweile laut loslache.
Haufenweise Umfragen in den Stories a la: Wie viel würdest du maximal für ein TB ausgeben. Und wie viel für ein HC?
Ich weiß nicht was ihr euch davon erhofft, dass die Verlage ihre Preise extrem senken?
Dass die Mitarbeiter auf ihre Löhne verzichten? Dass die Stromanbieter sagen: Oh, da sind Bücherwürmer, natürlich geben wir euch 80 Prozent Rabatt, damit ihr eure Buchpreise wieder krass senken könnt?
Wacht auf. Preise steigen. Nicht nur für uns Endverbraucher. Auch für die Verlage.
Wenn ich dann noch Sätze lesen wie: Die Bücher richten sich auch noch an Jugendliche, wie sollen die sich dann die Bücher leisten? Da geht ja nur noch ein Buch?
Ähm ja und? Sorry, aber als ich jung war, war auch nicht mehr drin aufgrund der finanziellen Situation. Da musste ich auch überlegen was ich lieber will. Prioritäten setzen und so.
Es wird alles anders. Während man damals mit einer Mark der King beim Bäcker bei den Süßigkeiten war, kommst du mit einem Euro nicht mehr weit. Genau so ist es heute mit den Büchern. Produktion kostet nun mal. Der Buchmarkt steht nicht auf den besten Beinen.
“Kein Wunder, dass es so wenige Leser gibt, bei den Preisen.”
Es gibt andere Möglichkeiten, an Bücher zu kommen, an den Preisen liegt es sicher nicht. Meine Patenkinder wachsen fast komplett ohne Bücher auf. Ich würde mal sagen, bei der Erziehung fängt es schon an.
Ein Taschenbuch kann locker auf 19 Euro kommen. Sei es aufgrund von Lizenzen, Unsicherheiten oder sonst was. Wie gesagt, Strom möchten wir doch bitte auch bezahlen oder ist das immer noch Luft und Liebe?
Ja auch ich schlucke dann erstmal. Weil es zig andere Bücher gibt, die ich zusätzlich haben möchte. Und dann wird es halt bei diesem Kauf ein Buch weniger und stattdessen dies. Oder ich lasse es mir schenken. Oder ich leihe es mir oder oder oder.
Aber wisst ihr was ich lustig finde? So ein Comic, kann locker mal auf 25, 45 Euro kommen. Für 100 Seiten. HUNDERT! Beschwert sich da jemand? Nö. Weil gezeichnet und so. Ich versteh. Geschrieben ist ja nichts mehr wert. An einem Buch 2 Jahre zu sitzen ist ja heutzutage nichts mehr wert, ich weiß.
Ich kann da echt nur den Kopf schütteln. Das Leben geht weiter. Und es gibt so viel mehr über das wir uns Gedanken machen sollten, als über 5 Euro, die in meinen Augen sogar berechtigt sind.

Und damit verabschiede ich mich. Aber mit der Anmerkung, dass dies natürlich das ist, was MICH nervt. Wenn es euch ebenfalls nervt, freut es mich, wenn ihr völlig anderer Meinung seid, können wir hier gerne – freundlich – diskutieren.

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