Hexe Anja,  Hexe Sasi,  Hexengedanken

Die Ehrlichkeit der Fledermäuse

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Heute kommt ein etwas außergewöhnlicherer Post.
Ich hatte es bei meiner Rezi zu “Splitterleben” schon angemerkt:
Meine Angst, bei Reziexemplaren meine ehrliche Meinung zu sagen, denn diese Angst kommt nicht von irgendwoher.

Sobald ich eine Rezension schreibe, bekomme ich Bauchschmerzen. Zumindest es ist ein gewonnenes oder kostenlos erhaltenes Exemplar.

Vor einiger Zeit, haha… genauer genommen vor circa einem Jahr, habe ich an einer Leserunde teilgenomme zu einem Buch. Das Cover hat mich so sehr begeistert und ich wollte einfach wissen, was dahinter steckt. Also habe ich mich um das Buch beworben und ja, ich hatte Glück. Ich habe mich wirklich sehr gefreut.

Ein Rezensionsexemplar ist etwas besonderes. Es ist ein Geschenk von Verlagen und Autoren. Und vor allem: Sie sind nicht selbstverständlich. Dementsprechend huldige ich die Bücher quasi schon immer.

Doch mit besagtem Buch habe ich das erste schlechte Rezensionsexemplar erhalten. Es hatte wirklich sehr gute Ansätze. Aber es war so viel… unlogisch… abgekupfert… und teilweise beleidigend. Zumindest empfand ich es so und das habe ich dann in der Leserunde und in der Rezension anschließend auch mitgeteilt. Das Ergebnis davon war eine sehr… unangemessene Reaktion der Autorin mir gegenüber. Daraufhin habe ich meine Rezension zurück genommen und sie umgeschrieben. In eine positivere Rezension. Und ich bereue es noch heute.

Noch heute habe ich Bauchschmerzen, wenn ich an die Rezi denke. Ich habe versucht, sie hier auf diesem Blog noch mal neu und in Original zu verfassen, aber das ist quasi unmöglich.
Seit diesem Erlebnis schreibe ich meine Meinung frei heraus.
Ein Rezensionsexemplar ist nur einen Stern wert? Ja ist halt so. Das wird geschrieben.

Dennoch ist dies immer mit sehr starken Bauchschmerzen verbunden. Einfach weil ich etwas gemerkt habe…
Autoren sind oftmals (ich betone OFTMALS) viel freundlicher, wenn man eine gute Bewertung abgibt.
Bei eine meiner letzten Leserunden ist es mir besonders stark aufgefallen. Die Autoren hat sich bei allen persönlich bedankt, die eine gute Bewertung abgegeben haben. Die anderen hat sie ignoriert oder zusammengefasst als: Danke für eure Rezensionen an alle, die bisher geschrieben haben.
Das versetzt schon einen Stich.
Ich habe die Hoffnung, mit meinen Rezensionen helfen zu können. Dem Autor zu sagen: Hey du, an sich hat das Buch eine tolle Grundidee aber da fehlt noch das und das. Mach dir doch mal Gedanken dazu und versuch das auszubessern.
Leider sind einige Autoren aber nicht kritikfähig. Das ist schade. Sehr schade. Und das tut auch enorm weh. Vor allem wenn man dann mit Nichtachtung gestraft wird.

Deswegen habe ich immer etwas Bauchschmerzen, wenn ich eine Rezension veröffentliche, die eben mal keine 4 oder 5 Fledermäuse enthält.
Aber ich habe mich damit arrangiert. Und stehe zu meinen Worten. Wenn das Buch mir nicht gefällt, dann ist das halt so. Ich kann keine Fledermäuse aufgrund von Dankbarkeit vergeben. Ich bleibe mir und meiner Hoffnung treu, dass ich mit meiner Kritik vielleicht etwas bewirken kann. Dass ich dem Autor helfen kann, noch besser zu werden.
Wenn nicht, dann nicht.

Deswegen: Solltet ihr euch mal unsicher sein, weil euch ein Buch überhaupt nicht gefallen hat und ihr aber aus Dankbarkeit viele Sterne vergeben wollt: Bleibt euch treu. Autoren verdienen ehrliche Kritik. Viele können damit umgehen und können diese beim nächsten Buch perfekt anwenden. Andere können es halt nicht, aber das ist nun mal nicht die Regel.
Ich habe Autoren kennen gelernt, die meine Kritik dankbar aufgenommen haben. Das hilft mir immer, mit den Bauchschmerzen klarzukommen.

Bleibt euch treu und helft somit den Autoren!

Eure Hexe Sasi

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