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Elfenkrone – Holly Black

Januar 4, 2019

Werbung | Rezensionsexemplar
Elfenkrone | Band 1 | Holly Black
448 Seiten | cbj Jugendbuch | Erschienen am 19. November 2018
eBook: 11,99 €, Print: 18,00 € | Weitere Informationen: Verlag

Lange bin ich um dieses Buch rumgeschlichen. Die englische Version lag schon wochenlang im Schrank. Hab ich mich rangetraut? Nein. Aber manchmal ist die Anziehungskraft stärker als der Wille.

Sie sind schön wie das Feuer und gnadenlos wie Schwerter – bis ein Mädchen ihnen Einhalt gebietet…

»Natürlich möchte ich wie sie sein. SIe sind unsterblich. Cardan ist der Schönste von allen. Und ich hasse ihn mehr als den Rest. Ich hasse ihn so sehr, dass ich manchmal kaum Luft bekomme, wenn ich ihn ansehe…« Jude ist sieben, als ihre Eltern ermordet werden und sie gemeinsam mit ihren Schwestern an den Hof des Elfenkönigs verschleppt wird. Zehn Jahre später hat Jude nur ein Ziel vor Augen: dazuzugehören, um jeden Preis. Doch die meisten Elfen verachten Sterbliche wie sie. Ihr erbittertester Widersacher: Prinz Cardan, der jüngste und unberechenbarste Sohn des Elfenkönigs. Doch gerade ihm muss Jude die Stirn bieten, wenn sie am Hof überleben will …

Was ich erwartet habe:

Aufgrund des englischen Titels und des oftmaligen Vorurteils, das deutsche Titel nicht so oft passend zum Inhalt des englischen Buches gewählt sind, habe ich mir viel mehr Brutalität vorgestellt.
Versteht mich nicht falsch, brutal geht es in diesem Buch definitiv vor.
Meine Erwartungshaltung war dennoch eine andere. Wenn ich an den Titel „Cruel Prince“ (Grausamer Prinz) denke, dann stelle ich mir so viel mehr Blut, Brutalität, Mord vor. Ich habe erwartet, dass der Titel „Elfenkrone“ kein Stück zu diesem Buch passt. Ich meine… Hallo? Ja, das Cover ist das Gleiche (wunderschön so nebenbei, ich liebe jede Einzelheit daran, wie die Äste durch die Buchstaben gewunden werden), dennoch: Der Titel ist völlig anders und spiegelt sich auch null in dem Klappentext wider.
Ich war also von vorneherein darauf gefasst: Dieses Buch wird dich nicht von zu 100 % überzeugen. Vielleicht zu 70. Mehr nicht.

Was ich bekommen habe:

Was zur Hölle?
Das war mein erster Gedanke, als ich das Buch geschlossen habe.
Einen zweiten Gedanken gab es nicht, denn ich nahm gleich mein Handy in die Hand und schrieb Anna folgende WhatsApp:
»LIES. DIESES. VERDAMMTE. BUCH!«

Ich habe erwartet, dass ich auf ganzer Linie enttäuscht werde. Dass der Titel nicht passt (ich habe immer hohe Erwartungen an Titel passend zum Buch, Perfektionistin Hallo).
Ich lag so falsch. Elfenkrone ist der PERFEKTE Titel für dieses Buch. Ich hätte es nie gedacht, aber man hätte keinen passenderen Titel auswählen können.
Warum? Das erfahrt ihr natürlich, wenn ihr das Buch selber lest, haha.

Aufgrund des englischen Titels, habe ich mich mit der Brutalität des Buches ordentlich irre leiten lassen. Ich habe wirklich mehr Grausamkeiten erwartet. Raffinierte Grausamkeit. Stattdessen bekam ich ein paar fiesere Streiche gepaart mit Gemetzel a la Game of Thrones.
Fand ich es schlecht? Auf keinen Fall. Ich liebe es, wenn ein Buch einen guten Grad zwischen Story, aber auch Blut und Mord und Hinterhältigkeit hat. Man hatte nicht das Gefühl, dass die Story aufgrund von Dramen stehenbleibt und man nicht weiter kommt.

Fazit:
Der Anfang des Buches hat mich gleich umgehauen. Ich habe es spät Abends angefangen und dann direkt 80 Seiten gelesen. Und es war wirklich sehr sehr spät. Aber ich konnte nicht aufhören. Das Buch hat mich sowas von aus meiner Leseflaute geholt, das sag ich auch euch und ich bereue es zutiefst, es nicht schon vorher gelesen zu haben.
Zudem bin ich einfach mega gespannt wie es um Jude, Cardan und den Rest der Truppe weitergeht. Ich bin schwer am Überlegen, ob ich mir das Buch auf unserer London Reise auf englisch zulege. Es ist so verlockend.

Wer glaubt, es hier mit einem Verschnitt der Acotar Reihe zu tun zu bekommen, liegt übrigens seeeeeehr weit daneben. Elfenkrone ist definitiv auf einer eigenen Stufe und für mich mehr als genial geschrieben.

© Fotos: Bücherhexen
Cover: cbj Jugenbuch
Fledermäuse: Photoshop

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