Hexe Anja | Rezensionen

Rezension | Absolution – Wie man eine Sünde überlebt

September 27, 2018

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Absolution – Wie man eine Sünde überlebt | Einzelband | Jasmin Romana Welsch
224 Seiten | Sternensand Verlag | Erschienen am 22. März 2016
eBook: 3,99 €, Print: 12,95 € | Weitere Informationen: Verlag

Tja. Lange ist es her, dass von mir mal eine Rezi kam. Teilweise lag es an einer Leseflaute, teilweise daran, weil einfach viel zu tun war. Ich habe zwar öfter mal gelesen (aber mehr Mangas, als normale Bücher :D), doch Zeit mal eine Rezension zu verfassen war nicht immer da.

Aber heute möchte ich Euch einfach diesen kleinen Band vorstellen. Es ist schon einige Zeit her, dass ich ihn gelesen habe, doch er hat einfach einen Eindruck hinterlassen. Gekauft habe ich das Buch damals auf der FBM2017, als wir beim Sternenversand Verlag vorbeigeschaut haben. Warum ich ausgerechnet dieses Buch habe nicht liegen lassen können … nun … scrollt einfach mal runter ~

Mein Name ist Sixten. Ich denke, ich war ein durchschnittlicher Absteiger: unterbezahlt, launisch und auf das Leben und die ach so verkommene Welt schlecht zu sprechen. Da war mein kleines Drogenproblem, diese nervenaufreibenden Sitzungen bei Doktor Mattson und mein Kumpel Nils, der seit der Grundschule nicht gelernt hat, länger als zehn Stunden sauer auf mich zu sein. Summa summarum war mein Leben Mist, aber unkompliziert genug, um den Pessimismus in die tägliche Routine einfließen zu lassen. Ich hätte genau so weitergemacht, wäre nicht alles plötzlich unwirklich geworden. Auf einmal soll ich ein Todsünder sein und der Sklave eines Dämons werden das behauptet zumindest die sprechende Katze, die will, dass ich sie Meisterin nenne. Vielleicht habe ich auch einfach Wahnvorstellungen von der Kokserei bekommen. So oder so, mein Leben braucht eine Kehrtwende. Dann muss ich mich eben damit abfinden, dass es Himmel und Hölle gibt, auch wenn ich bisher Atheist war. Ich war ja auch ein gefühlskaltes Arschloch und finde mich jetzt damit ab, dass ich die Dämonen-Katze, die meine Seele verschachern will, irgendwie mag. Einer von uns wird trotzdem verlieren. Am Ende bin ich vielleicht tot, verrückt oder clean, aber das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Wisst was mich sofort gefesselt hat, als ich das Buch gesehen habe?
Es mag Klischeehaft klingen, aber tatsächlich war es das Cover. Aber nicht nur, weil es wunderschön ist – was es ist! Ich meine, Hallo? Seht Euch diese Blautöne an *schmacht* – sondern einfach weil es sofort ins Auge springt. Man weiß eigentlich sofort, dass der Junge auf dem Cover ‚Sixteen‘ ist, derjenige, um den es in dem gesamten Buch geht. Und dann ist da diese Katze … wenn ich ehrlich bin, dann hab ich das Buch eigentlich hauptsächlich geholt, weil es eine Dämonen-Katze in der Geschichten geben soll, die eine wichtige Rolle spielt. Das konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen.

Und wisst ihr was?
Das Buch ist der Hammer. Ich habe mit vielem gerechnet; mit einem krassem Endkampf oder epischen Kriegsszenen. Aber damit, was tatsächlich in diesem Buch stattfand, habe ich nicht gerechnet. Ohne Spoiler auszusprechen, es ist einfach anders.
Gut anders, aber wirklich anders.

Nicht wirklich romantisch oder kitschig – obwohl ein bisschen Liebe da ist, aber sie ist wirklich kaum da – und auch nicht kämpferisch – obwohl es da Szene gibt – es ist  … anders. Man wird von Sixteen ganz eingenommen und erlebt die Dinge, die er erlebt hat und auch wie. Und dann ist das diese süße kleine Katze, die eigentlich manchmal total zickig und herrisch ist, aber herrlichen Humor hat.

Sarkastisch, ein bisschen boshaft und vielleicht sogar größenwahnsinnig. Und dazwischen sind Dämonen, Engel und Sixteen mit seinem Arschloch-Charakter. Aber man kriegt nicht genug. ‚Absolution‘ ist wirklich nicht dick und schnell zu lesen, der Schreibstil macht es einem da extrem einfach, schnell hinein zu finden. Und es tatsächlich größtenteils mehr humorvoll als ernst zu nehmen, auch wenn ich trotz allem ein wenig traurig war, als das Ende eingeläutet hat.

Was ich aber wirklich sagen muss … mit so einem Ende, hätte ich niemals gerechnet. Das hat Jasmin wirklich genial gemacht, denn so wie es am Ende mit Sixteen gelaufen ist, hätte man eher was anderes erwartet. Vor allem bei vielen Dingen, die während der Geschichte geschehen ist, Dinge, die einem unwichtig schienen, aber es dann doch wieder nicht waren. Das hat mich wirklich sehr positiv überrascht … vielleicht hat es gerade deswegen fünf Fledermäuse von mir bekommen?

Aber sagt mal … habt Ihr schon mal gesündigt? Ganz ehrlich 😉

       

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