Hexe Sasi | Rezensionen

Rezension | Cyberworld 6.0 – Anonymous – Nadine Erdmann

September 20, 2018

Werbeblock | Rezensionsexemplar
Cyberworld 6.0 – Anonymous | Band 6 | Nadine Erdmann
284 Seiten | Greenlight Press | Erschienen am 29. August 2018
eBook: 4,99 €, Print: – | Weitere Informationen: Autorin

Ich atme tief auf.
Endlich. Endlich ist es soweit.
Seit 3 Monaten stecke ich in der tiefsten Leseflaute. Ich sah ein Buch an und habe mich lieber weggedreht um bloß irgendwelche andere Arbeit zu erledigen. Ich hatte Angst vor Büchern. Ich wollte keins anfangen, aus Angst, es schlecht zu finden. Aus Angst, dass meine Flaute es eh zerreißt.
Und dann kam Nadine.
Die Cyberworld kenne ich nun schon seit Band 1. Und wenn ich dran denke, dass mit Band 7 Schluss sein soll, steckt mir jetzt schon ein riesiger Kloß im Hals. Aber ich weiß auch: Es geht mit Neuem weiter.
Warum ich euch das erzähle? Die Cyberworld ist ein Nach Hause Kommen für mich. Ich habe mich so mega auf dieses Buch gefreut. Ich wollte aus meiner Leseflaute raus. Und doch hatte ich so eine Angst. Meine Lieblingsautorin. Sollte sie es schaffen?
(Achtung, enthält, natürlich, wahrscheinlich, Spoiler zu den vorherigen Bändern)

Eigentlich läuft gerade alles sehr gut im Leben von Zack, Ned und dem Rest der Clique. Nach den schrecklichen Erlebnissen in CyberLondon ist der Alltag wieder eingekehrt und die Freunde testen ihr eigenes CyberGame, um es für die Veröffentlichung fertigzustellen. Doch dann tauchen Zacks Eltern überraschend in London auf und in der CyberWorld sucht ein Unbekannter die Aufmerksamkeit der Freunde – mit äußerst drastischen Mitteln. Wer verbirgt sich hinter Anonymous und was will er von Ned, Will und deren Freunden?

Also erstmal: Wer Nadine und die CyberWorld kennt, der weiß: Mistgabeln für Nadine müssen bereit liegen.
Erstmal vorweg: Coverliebe. Ich liebe es, dass die Cover so perfekt zusammen passen und ich freue mich, wenn ich sie irgendwann alle zusammen in meinem Regal stehen habe. Aber selbst auf dem EReader machen sie sich unglaublich gut.

Und nun zu etwas, was ich lange nicht mehr so hervorgehoben habe. Der Schreibstil. Nadine schafft es mit ihren Büchern einen so leichten Schreibstil hinzulegen, dass man über die Seiten fliegt. Ich durfte das Buch durch Lovelybooks lesen. Und wer Lovelybooks kennt, der weiß, dass man Leseabschnitte beschreibt. Ich hatte mir fest vorgenommen, nach jedem Abschnitt einen Break einzulegen.
Tja, das klappte beim ersten Abschnitt vielleicht noch. Aber dann nicht mehr. Der Schreibstil ist so locker leicht, dass man einfach gar nicht merkt, dass man immer weiter liest. Man taucht ein in die Welt, man ist kein Leser, man ist einer von den Protas. Man bekommt das Gefühl: Hey Willkommen zurück. Da bist du ja wieder. Komm wir machen weiter.
Und schon bist du drin. Und liest und liest und liest. Und dann bist du plötzlich am Ende. Und denkst dir nur noch: Ach verdammt, da war ja was. Die Abschnitte.

Die Geschichte selber war für mich wie gesagt ein Nach Hause Kommen. Man taucht in die Geschichte ein, weiß genau: Hey, es geht weiter.
Es ist nicht so, dass erst noch ellenlang erklärt wird: Das und das und das war im vorherigen Band. Nein ganz und gar nicht. Das wird nebenbei mal angerissen. Aber eigentlich landest du in dem Buch, das Leben ging weiter. So nach dem Motto: Hey, unser Leben musste auch weitergehen während du auf das Buch gewartet hast.
Dieses Mal war das Buch mehr was für die „Reality“ Fans. Es ging nicht ganz so viel um die CyberWorld (wobei ich sagen muss, diese kam für mich auch nicht zu kurz). Ich fand es dieses Mal echt gut so. Der Ausgleich war da und man erfuhr noch mehr über jeden Prota.
Auch hat man gewisse Protas mehr ins Herz geschlossen, war dankbar für andere, die aus vorherigen Bändern neu dazukamen.
Wir haben neue Sachen kennengelernt, hatten es mit neuen Unbekannten zu tun, mussten uns diesmal mit mehr Realität rumschlagen. Und es war so gut.

Und dann gab es diese Momente, wo man die Mistgabeln brauchte. Oh was hätte ich mein Kindle manchmal an die Wand schmeißen wollen. Wer die CyberWorld schon kennt: Zacks Eltern (Und ich lache jetzt, weil ich weiß, wie jeder ausrastet). Ich bin so sauer geworden, ich wollte schreien, habe geflucht.
Dann gab es wieder diese Momente, wo ich Taschentücher brauchte, einfach weil so viel Wärme in den Worten lag. So viel Liebe. So viel Gefühl.
Die Schreckensmomente wollen wir natürlich auch nicht vergessen. Herzinfarkt hallo.

Fazit: Ich habe immer Angst vor Reihen die mehr als 3 Bänder haben. Da ich mittlerweile bei Band 6 bin, seht ihr schon mal: Diese Reihe ist es wert. Wer dann noch eine Mischung aus gutem Humor, ordentliche Realität, etwas CyberWorld möchte, der ist hier genau richtig. Nadine schafft es immer wieder, die Spannungskurve aufrecht zu erhalten. Der Humor ist an den richtigen Stellen gesetzt. Die Gefühle sind so echt… Ich habe beim Lesen zwischendurch wirklich Gänsehaut bekommen. Und das Schönste: Wir sind mittlerweile bei Band 6 und trotzdem lernen wir immer noch Neues von den Protagonisten. Wir lernen so viel über sie. Es ist eine nicht endende Geschichte. Sie entwickeln sich mit jedem Band weiter. Wir erleben, wie jeder an seinen Aufgaben und Erlebnissen wächst. Wie jeder mit seinen eigenen Gewichten kämpfen muss. Und wir erleben vor allem eins: Freundschaft, Liebe, Familie. Es ist unfassbar schön zu sehen, mit wie viel Gefühl Nadine jedesmal an ihre Geschichten geht (auch wenn ich sie jedes mal mit Mistgabeln jagen möchte, weil sie ihre Protas teilweise ECHT leiden lässt, aber dann sind da wieder diese Momente, wo man „awwwwww“ macht und dann liebt man sie wieder).
Von mir ist dieses Buch definitiv zu empfehlen und für mich ist es definitiv mein Jahreshighlight!

         

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