Hexe Sasi | Rezensionen

Rezension | Ein Tag im Dezember – Josie Silver

Dezember 17, 2018

Werbung|Rezensionsexemplar
Ein Tag im Dezember | Einzelband | Josie Silver
480 Seiten | Heyne | Erschienen am 08. Oktober 2018
eBook: 4,99 €, Print: 9,99 € | Weitere Informationen: Verlag

Manchmal reicht ein Blickwechsel aus, ein Schicksalsmoment, um deine Welt auf den Kopf zu stellen.
Und manchmal ist es eben dieses Schicksal, welches doch so arg grausam sein kann und dann braucht es eine Ewigkeit, bis es wieder zuschlägt. 

Ich war nie Fan von winterlichen, weihnachtlichen Büchern. Mal ein New Adult Roman hier und da war in Ordnung für mich. Brauchte ich sogar. Aber winterliches? Zu Weihnachten? Ohne mich. Und dann kam Josie Silver mit „Ein Tag im Dezember“. Und irgendwie lachte es mich auf seine eigene Art an. Ein Blick. Ein besonderer Moment. Und ich war gefangen.

Jack und Laurie begegnen sich an einem kalten Dezembertag. Es fühlt sich an, als wäre es die große Liebe, doch dann verpassen sie den richtigen Zeitpunkt um ein paar Sekunden. Erst ein Jahr später treffen sie sich endlich wieder, aber mittlerweile ist Jack mit Sarah zusammen, Lauries bester Freundin, und ihre Liebe scheint unmöglich. Was bleibt, ist eine Freundschaft, die über Jahre hält, in der sie einander Geheimnisse und Träume anvertrauen. Eine Freundschaft, die ihnen Halt gibt, auch wenn alles andere aus dem Ruder läuft. Aber so richtig vergessen können sie ihre Gefühle füreinander nie …

Quelle: Heyne Verlag


Mein erster Gedanke war, dass dieses Buch zu viel Kitsch enthalten wird, zu vorhersehbar wäre und ich nach der Hälfte die Augen verdrehen würde.

Was ich bekommen habe, war: definitiv viel Kitsch (in meinen Augen), eine absolut unfassbar schöne, weihnachtliche Liebesgeschichte und ein Buch, dass eben doch nicht ganz so vorhersehbar war, wie ich dachte.

Am Anfang werden wir relativ schnell in die Geschichte geschmissen und direkt am Anfang musste ich direkt über Laurie schmunzeln. Sofern sie mir in den aller ersten Sätzen regelrecht auf den Senkel ging, wurde es mit jedem weiteren Satz… merkwürdiger. Denn es gab einen Moment wo ich dachte: Ach hör auf, sei nicht so nervig, zu zwei Seiten später: Ach verdammt, das sieht dir selber auch ähnlich.

Und dann trifft sie Jack. Und dieser Moment. Wie sie Jack trifft. Und warum dieser Schicksalsschlag von nur einer Sekunde zu langen Wartens abhängt, ja… das müsst ihr natürlich selber herausfinden. Mein Gedanke war in diesem Moment einfach nur: Neeeeein, wiesooooo?

Es hat nicht lange gedauert, da hatte ich das Buch dann schon durch. Gerade die beiden Sichtweisen von Jack und Laurie haben es so einfach gemacht, dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Man wollte einfach immer direkt zur Sichtweise des anderen kommen.

Ja, es hat in meinen Augen viel Kitsch. Und ja, naürlich wird jeder denken: Ach das Buch ist vorhersehbar.
ABER: Die Geschichte um Jack und Laurie muss gelesen werden. Sie vermittelt nicht nur eine wunderschöne Liebesgeschichte zu Weihnachten, sondern auch so viel mehr. Gerade wenn es um das Thema Freundschaften geht, finde ich, kann dieses Buch echt punkten. Am Ende sitzt man nicht nur wegen der Liebesgeschichte nachdenklich dort, sondern tatsächlich auch wegen den Gedanken: Wie behandel ich meine Freunde? Behandel ich sie gut? Ist mir was entgangen an ihnen?

Zu Beginn habe ich also echt gedacht, ich werde das Buch abbrechen. Habe ich nicht. Denn in meinen Augen ist es nicht wirklich vorhersehbar. Bis zum Schluss saß ich vor dem Buch und dachte: Nicht euer Ernst jetzt?

Jetzt habe ich natürlich noch mehr Lust auf winterliche Bücher. Ein paar neue sind schon eingezogen und ich bin soooo gespannt.

© Fotos: Bücherhexen
Cover: Heyne Verlag
Fledermäuse: Photoshop

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