Hexe Sasi,  Rezensionen

Rezension zu “Die Bestimmung des Bösen” [Hexe Sasi]

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„Schließ die Augen und zähl bis hundert.“ Dies sind die letzten Worte, die Alexis von ihrem Vater hört. Kurz darauf sind ihre Eltern tot, und das kleine Mädchen bleibt als Waise zurück, verfolgt von traumatischen Erinnerungen.

Dreiundzwanzig Jahre später ist Alexis Hall Kommissarin bei der Mannheimer Kripo. Die wahren Gründe, warum sie zur Polizei ging, kennt niemand. Als mehrere brutal entstellte Frauenleichen in einem Wald entdeckt werden und sie die Ermittlungen leiten soll, holt sie ihre Vergangenheit ein. Denn die weißen Anemonen, mit denen die Toten geschmückt sind, kennt Alexis nur zu gut – aus ihrer Kindheit …







Einen regnerischen Hexentag euch allen!

So ich muss erstmal tief durchatmen.
Das Buch hat mich so fertig gemacht. Aber im positiven Sinne.
Ich hätte am Anfang nie gedacht, dass mich das Buch doch so sehr mitreißen kann. Wie ihr vielleicht mittlerweile wisst, bin ich total dem Cover-Käufer Syndrom erlegen. Ich liebe Cover und ich habe ¾ meiner Bücher bestimmt nur wegen des Covers gekauft.

Und so war es auch bei diesem Buch. Allerdings musste ich es nicht kaufen, denn das Bloggerportal um Random House haben mir dieses Buch als Rezensionsexemplargeschickt. Ich war so happy. Dafür möchte ich mich hier an dieser Stelle einmal bedanken. Vielen vielen Dank für dieses Buch.

Wie oben erwähnt habe ich am Anfang echt Probleme mit diesem Buch gehabt. Ich dachte sogar ans Abbrechen nach. Aber als ich dann dachte: Nein du kämpfst dich da jetzt durch! habe ich keine einzige Sekunde mehr bereut.

 


Ich liebe das Cover. Der weiße Hintergrund mit der blutroten Schrift und den Blutspritzern ist einfach das, was ein schönes Thriller-Cover für mich ausmacht. Es hat mich sofort in den Bann gezogen und mein Herz wusste: Das Buch muss einfach gut sein. 


Der Schreibstil ist… Also erstmal: Die Schriftart geht gar nicht. Ich habe mich während des Lesens schon bei meiner besten Freundin darüber aufgeregt. Das große R setzt sich so sehr vom Rest des Wortes ab, das sieht fast schon so aus, als ob ein Leerzeichen dazwischen steht. Und das beeinträchtigt den Lesefluss total. Als ich es das erste Mal bemerkt habe, war ich total verwirrt und dachte mir nichts dabei. Aber dann war es halt oft da und irgendwie konnte ich diese Schriftart einfach nicht erfassen. Das war also ein totales No-Go. 
Der Schreibstil an sich ist sehr flüssig gehalten. Dennoch hätte die Autorin so einige Abkürzungen auch mal ausschreiben können. Das wichtige AZRE Zenter oder KT. Es wurde nicht einmal bewusst ausgeschrieben und tauchte dann in einem Abschnitt so oft auf. Und wenn man dann ständig diese Abkürzung lesen muss, wird man doch sehr schnell genervt. 

 

Die Charaktere waren wirklich enorm. Die Geschichten die hinter den Personen stecken war teilweise echt gewaltig und ich habe so das ein oder andere Mal schon gedacht: Okaaaay. 
Was ich stark finde, war, dass die Hauptprotagonisten nicht nur stark war. Sie war auch mal schwach. Sehr schwach. An ihrer Grenze angekommen. Und das fand ich gut. Nicht immer dieses: Die starke Ermittlerin die nichts erschüttert. Sondern einfach mal eine Ermittlerin, die echt in seelischen Schwierigkeiten steckt. Genial. 

Der Inhalt war am Anfang echt schwierig und auch zwischendurch zog sich ein bekanntes Gefühl durch den Magen: Gab es einen Vorband und ich lese fälschlicherweise den zweiten Band?
Das ist so wirklich das Gefühl gewesen. Die Autorin hat zwar erfolgreich die Vergangenheit eingebracht und mit Anekdoten versucht, die Protagonisten näher zu bringen, bei mir ging der Schuss aber nach hinten los. Aufgrund von Anekdoten über einen alten Fall oder über ihren Partner hatte ich das echt Gefühl, ordentlich was verpasst zu haben. Das war doch eher unschön. 
Die ersten 120 Seiten waren für mich auch eher ein Graus, konnten mich nicht packen. Aber dann fing es rasant an. Eine Achterbahnfahrt die an Geschwindigkeit immer weiter zunahm. Die Spiele, die die Autorin in diesem Buch mit uns treibt sind einfach… Wow. Die menschliche Psyche ist so leicht zu manipulieren. Zudem hat man noch mehr über Insekten und ihrem Zusammenhang zu Leichen erfahren. Das war einfach wahnsinnig interessant. 
Das ganze Geschehen entwickelte sich zu einer immer höheren Fahrt nach oben und selbst auf den letzten Seiten hörte die Achterbahnfahrt nicht wirklich auf. 
Die Spannung blieb und wollte einfach nicht aufhören. 
 

 

Das Buch ist der Wahnsinn. Und ich hätte auch nie gedacht, dass eine deutsche Autorin mich dazu bringt, dass zu sagen. Ja ich stehe dazu. Deutsche Autoren haben einen schweren Stand bei mir. Einfach weil sie zu viel auf die Umgebung achten. Sie beschreiben jeden Ort bis ins kleinste Detail. Schreiben jede kleine Straßenecke auf. Nicht so Julia Corbin. Ja auch sie ging zwischendurch ins Detail, aber es war immer an den angebrachten Stellen. 
Die Einzigen Makel an diesem Buch sind: die Schriftart, die ständig auftauchenden Abkürzungen die mein armes Gehirn einfach nicht erfassen kann und ich bin einfach zu faul beim Lesen um danach zu goggeln du dass man einfach oft das Gefühl hatte, den ersten Band nicht gelesen zu haben. 
Deswegen gibt es von mir für dieses Buch 4 von 5 Fledermäusen. 

 

Habt ihr das Buch auch schon gelesen?
Wie steht ihr zu Thrillern?

Eure
Hexe Sasi


Titel: Die Bestimmung des Bösen
Untertitel:
Reihe: Einzelband
Autor: Julia Corbin
Genre: Thriller
Verlag: Diana Verlag (09. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453359345

Seiten: 416 Seiten

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