Hexe Sasi | Rezensionen

Rezension zu „Mr. Peardrews Sammlung der verlorenen Dinge“ [Hexe Sasi]

Juni 21, 2017
Wenn eine Keksdose voll Asche und ein Schmuckstück dem Glück auf die Sprünge helfen

 

Charmant, außergewöhnlich und liebenswert. Machen Sie sich mit Mr. Peardew auf die Suche nach verlorenen Dingen.

Jeder Gegenstand, den Anthony Peardew auf der Straße findet, hat eine Geschichte. Er sammelt und archiviert sie alle in seinem gediegenen viktorianischen Haus und plant, sie eines Tages an ihre ursprünglichen Besitzer zurückzugeben. Denn er selbst sieht sich nur als Hüter der verlorenen Dinge. Vor Jahren hat er selbst etwas verloren, das er seitdem auf seinen Streifzügen sucht: ein Schmuckstück. Es gehörte seiner großen Liebe, und das Medaillon verbindet sie noch immer mit ihm. Anthony muss diese besondere Aufgabe jedoch an seine Erbin Laura weitergeben, ohne ihr von dem großen Geheimnis erzählt zu haben, das seine Sammlung umgibt.

 

 

 

 

 
 
 
Hallo ihr Lieben!
 
Ich habe gestern Mr Peardrews Sammlung verlorener Dingebeendet. 
Ich hatte das Glück, zu den Gewinnern bei einer Lovelybooks Leserunde zu gehören. Das Buch hat sich wahnsinnig interessant angehört und es erinnerte mich vom Grundsatz her einfach an „So groß wie deine Träume“. Und an sich ist es auch eine super süße Geschichte… Wenn da die kleinen Abers nicht wären. 



Das Cover ist einfach gehalten. Abgebildet ist eine Taschenuhr. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich das jetzt im Nachhinein doch sehr… langweilig finde. 
Besser hätte ein Gegenstand gepasst, der viel Aufmerksamkeit im Buch bekommen hat. 
An die Taschenuhr kann ich mich gar nicht erinnern.


Der Schreibstil ist fluffig leicht. Allerdings fehlte mir etwas mehr… Hmm… Es hätte etwas knackiger sein können. 

 

Die Charaktere sind süß ausgearbeitet. Und vor allem Laura macht eine enorme Verwandlung durch. Was mir so gar nicht gefallen hat, war das Auftauchen mancher Nebencharaktere. Die waren doch sehr überflüssig und ich verstand wirklich gar nicht, warum die jetzt auftauchen mussten. Fehlten vielleicht Seiten und die mussten deswegen auftauchen? Ich weiß es nicht. 
Die Hauptcharaktere waren jedenfalls gut ausgearbeitet. Mir fehlte zwar hin und wieder eine genauere Beschreibung bzw. ich konnte sie mir einfach nicht perfekt vorstellen. Aber das war okay und hat dem ganzen kein Abbruch getan. 

Der Inhalt war… Ja was… Schlüssig war er. Die Reihenfolge war klar aufgebaut und abgebaut und man wusste genau, worum es ging. Auch war es gut nachvollziehbar und man hat eigentlich alles verstanden.
Ich hätte mir dennoch einfach mehr gewünscht.
Das Buch ist so aufgeteilt, dass es hauptsächlich um Laura geht und ihre Aufgabe, die sie von Anthony bekommt.
Jedoch finde ich, verliert die Aufgabe an Bedeutung, weil einfach so viel anderes erzählt wird.
Das Buch switcht zwischendurch in eine Vergangenheit mit anderen Protagonisten. Das war am Anfang sehr verwirrend aber nach dem ersten Mal hat man es verstanden und ich mochte diese Rücksprünge dann gerne.
Was mir so ziemlich auf die Nerven ging, waren die kleinen Nebengeschichten zu manchen Gegenständen aus Anthonys Sammlung. Ich fand sie sehr langweilig und bin sie ehrlicherweise auch ziemlich überflogen.
An sich wäre das ganze sehr süß ausgefallen, wenn das nicht zum Ende sehr… merkwürdig gewesen wäre. Ich will hier nicht spoilern… das ist das Problem. Ich finde einfach dass manche Vorkommnisse so perfekt passten… Das war irgendwie sehr…schwachsinnig.

 

Auch hätte ich mir das Ende sehr viel ereignisreicher vorgestellt. Es war so lapidar dahingeschrieben. Das ganze Buch war auf diesen Gegenstand ausgelegt und dann war es einfach nur ein Wisch auf den letzten Seiten. Das fand ich sehr traurig. 
 

 

Dem Buch fehlt einfach etwas Spannung und gerade der Hauptgegenstand hätte mehr Aufmerksamkeit verdient und nicht so ein lasches Ende. Das Einzige, was ich wirklich komisch fand, war der „Buchklau“ von einer Protagonisten. Hier hat Ruth Hogan wirklich ganze Arbeit geleistet und mich auf anderthalb Seiten so zum Lachen gebracht wegen Harriet Hotter und das heiße Eisen. 
Dennoch fand ich das ganze Buch eher mittelmäßig. Es ist eine berührende Geschichte, dem aber noch so einige Spannungspunkte fehlen und auch ein paar mehr Emotionspunkte hätten ihre Rolle finden sollen. Alles in allem gebe ich dem Buch 3 Fledermäuse. 
Es ist eine süße Nebenlektüre nebenbei. Vielleicht für den Urlaub. Aber es fehlt halt zu viel. 

 

Habt ihr das Buch schon gelesen?
Was sagt ihr dazu?

Eure
Hexe Sasi


Titel: Mr Peardrews Sammlung verlorener Dinge
Untertitel: 
Reihe: Einzelband
Autor: Ruth Hogan
Genre: Gegenwartsliteratur
Verlag: Ullsteinbuchverlage (19. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3471351475

Seiten: 320 Seiten

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