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Rezension zu “Splitterleben” [Hexe Sasi]

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Die Welt der siebzehnjährigen Mia scheint zu zersplittern, als sie kurz nach einem Sportwettkampf erfährt, dass sie unter einer unheilbaren Krankheit leidet. Von einem Moment auf den anderen scheinen ihre jungen Träume unerreichbar; die so hart erkämpfte Sportlerkarriere, das Wunschstudium und auch ihre erste große Liebe rücken in weite Ferne. Doch während sie sich Tag für Tag erneut dem Kampf gegen ihren eigenen Körper stellt, erkennt sie, was wirklich zählt im Leben: jeden schönen Moment zu genießen und aus den vorhandenen Splittern etwas neues zusammenzusetzen.

 

 
 
Hallo ihr Lieben!

 

Durch Lovelybooks und dank der Autorin Jenna Strack, durfte ich für eine Leserunde das Buch Splitterleben lesen. Das Cover hatte mich so mitgerissen und ich war super glücklich, dass ich es lesen durfte. Nun habe ich das Buch gestern beendet und saß eine ganze Weile teilweise mit meinen Gedanken alleine und habe überlegt, wie viele Fledermäuse ich vergeben kann und möchte. Ich habe viel mit Hexe Anja diskutiert. Der heutige Tag war stundenlang von dieser Diskussion geprägt und ich habe einfach gemerkt, was mir an diesem Buch gefehlt hat und was ich mochte. Manchmal braucht man so eine Runde mit der besten Freundin, in der man das ganze Buch auseinandernimmt, um dann eine gerechte Entscheidung zu treffen.
Ihr fragt euch jetzt sicherlich, warum ich so viel davon rede, eine richtige Entscheidung zu treffen.

 

Dazu werde ich euch aber ein anderes Mal einen Blogeintrag vorstellen. Nun möchte ich euch meine Bewertung nicht vorenthalten. 😉



Wie oben schon erwähnt, hat mich das Cover so mitgerissen und ich liebe es auch immer noch. Es ist so schön. Allein das Blau in den verschiedenen Tönen lässt einen so ziemlich versinken. Und es gehört definitiv zu meinen Lieblingscovers und ich werde mir wahrscheinlich das Buch deswegen noch als Printversion holen. 

Der Schreibstil von Jenna Strack ist unglaublich leicht und so flexibel. Am Anfang war ich leicht misstrauisch, da sich durch die ersten Seiten ein paar Fehler zogen (ich hasse sowas echt und reagiere da regelrecht allergisch drauf). Doch das ließ sehr schnell nach und ich habe sie vergessen und als: Kann passieren abgestempelt. Alles in allem hat Jenna Strack es mir sehr leicht gemacht, das Buch durchzulesen. 


Kommen wir zum ersten schwierigen Teil dieser Rezension: Die Charaktere.

 

In jedem Buch machen die Charaktere eine riesen große Verwandlung durch. In diesem Buch nicht ganz so. Mia versinkt für mich etwas zu sehr im Selbstmitleid (was ich ja einigermaßen verstehen kann… aber erst am Ende wurde es besser und da war es für mich schon gelaufen).
Von den vermeintlichen Freunden von Mia möchte ich gar nicht erst reden…
Das sind keine Freunde und Mias Verhalten ihnen gegenüber… Ich konnte es einfach nicht nachvollziehen.
Von der Familie von Mia bin ich schwer enttäuscht. Dazu aber im Inhalt mehr. 

Okay. Kommen wir nun zum schwersten Teil. Dem Inhalt.
Ich habe lange überlegt, was ich schreibe… Aber ich finde nicht die passenden Worte. Deswegen sage ich es einfach so wie es ist: Dem Buch fehlt eindeutig die Emotionsebene. Mia hat keinerlei Emotionen. Die paar „Ausbrüche“ a la trotziges Kind, kleiner Wutausbruch… das waren lasche Emotionen. Ich habe während des Lesens oft gedacht, ob Mia ein Roboter ist. Habe mich selber wie ein Roboter gefühlt.
Die Freunde von Mia haben auch keinerlei Emotionen. Und ich bin auch ganz ehrlich. Dafür, dass das die besten Freunde sein sollen… Tut mir leid.
Mir fehlte hier das Feingefühl. Auch wenn Jenna Strack uns hier auf ein hoch sensibles Thema aufmerksam machen wollte… keiner der Personen aus Mias Leben hatten Feingefühl für ihre Krankheit.
Und was das schlimmste war (und hier entschuldige ich mich für etwaige Spoiler): Ihre Familie. Ich habe ihre Familie im ganzen Buch vermisst. Ihre Mama kam ein paar Mal als Nebencharakter vor. Aber wirklich als Nebencharakter. Ihr Bruder kam auch mal vor aber das war es auch schon.
Sorry, aber wenn mein Kind erkrankt, weiche ich nicht mehr von seiner Seite. Egal wie alt es ist.
Und das fehlte mir auch noch mal sehr. Eine Familienbindung war hier in keiner Weise zu spüren und das tat mir sehr sehr weh.
Vermeintliche Freunde ist eine Sache… aber die Familie? Sorry… aber hier dreht sich das Buch einfach zu sehr um Mia.
Der einzige Lichtblick war Anh. Dieses Mädchen ist so lustig. Ihre Sprüche: Perfekt. Und auch die Emotionsebene bei Anh war viel schöner.
Anh ist mein Lieblingscharakter in diesem Buch und ich hätte mir sehr gewünscht, dass das ganze Buch so voller Emotionen ist, wie es in manchen Situationen mit Anh war.
Die Vorhersehbarkeit in diesem Buch war auch sehr ermüdend. Am Anfang taucht jemand auf und ich wusste genau: Der kommt wieder! Schade eigentlich.

 

Der Epilog war aus meiner Sicht überflüssig. Das perfekte Ende für dieses Buch wäre Kapitel 24 gewesen. Ja man würde dann in viele Fragen stürzen. Aber ich glaube, das wäre das perfekte Ende für dieses Buch gewesen. Denn bei Kapitel 24 habe ich Rotz und Wasser geheult. Ich habe gelitten. Mir wurde das Herz aus der Brust gerissen. Man ist drauf rumgetrampelt. Ich heule circa bei jedem zweiten Buch das ich lese. Weil ich nah am Wasser gebaut bin. Kapitel 24 war von Emotionen gespickt. Und es wäre einfach DAS perfekte Ende gewesen. 
 

 

So da war jetzt sehr viel zu meckern gewesen oder? Aber es ist leider so. In dieses Buch gehört aufgrund dieser Krankheit viel mehr Emotionen. Und das tut mir einfach so weh. Weil das Buch von der Grundidee so perfekt ist. Es hat einen perfekten Handlungsstrang. Aber er ist nicht gut genug abgearbeitet. Er ist einfach… runter erzählt. Wie ein Roboter. Und das tut mir so weh… Weil ich dieses Buch so gerne lieben würde.
Aber ich kann mich nicht belügen und ich kann nicht einfach viele Fledermäuse vergeben, wenn ich es nicht so sehe.
Für mich hat das Buch leider nur 2 Sterne verdient. Und ihr glaubt gar nicht wie sehr ich mich gerade krümme das zu schreiben. Aber wie schon erwähnt. Den Grund erfahrt ihr demnächst auf dem Blog.

 

Das Buch ist noch stark ausbaufähig und obwohl ich die Momente mit Anh geliebt habe… sie schaffen den Ausgleich nicht. 

 

ACHTUNG SPOILER! WER DAS BUCH NICHT KENNT: NICHT WEITERLESEN! ICH MEINE ES ERNST! DENN JETZT KOMMT EINE MEINUNG ZUM ENDE DES BUCHES!!!
 
Wie schon erwähnt, liebe ich Anh. Ihr Humor und ihre Lebenskraft und einfach alles an ihr, haben gezeigt, wie stark ein Mensch kämpfen kann. 
Und so fies es sich anhört (und es hört sich jetzt echt fies an, aber Leute: Ich wünsche nicht mal meinem ärgsten Feind so eine Krankheit):
Ich wünsche, Mia wäre an der Stelle von Anh gewesen. Und das muss was heißen, dass man den Nebencharakter mehr liebt, als den Hauptcharakter… 

 

Eure
Hexe Sasi


Titel: Splitterleben
Untertitel: 
Reihe: Einzelband
Autor: Jenna Strack
Genre: Drama | Romantik
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (11. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-1542337786

Seiten: 278 Seiten

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6 Kommentare

  • Romi InfinityBooks

    Huhu 🙂
    ich bin gerade auf deinen Blog aufmerksam geworden und freue mich immer über Gegenbesuche 🙂

    Nun zu deiner sehr kritischen Rezension 🙂 Es ist sicherlich nicht einfach ein Buch, welches man gern haben möchte, negativ zu bewerten aber das ist auch wichtig wenn man es wirklich so sieht. Denn Leser wie ich können dann wirklich entscheiden ob es was ist oder nicht. In diesem Fall würde ich es wohl eher nicht kaufen 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Romi

    Da ich mich selber immer darüber freue wenn man mich über kleine Fehler informiert, du diese ja auch selbst nicht so magst wollte ich dir 1,2 Dinge schreiben:
    vermeidlich (meintest du sicher vermeintlich)? -> unter Punkt: Charaktere und im Inhalt
    Auch wenn Jenna Strack uns hier auf ein hoch sensibles Thema aufmerksam (machen?) wollte… – im Punkt: Inhalt

  • Bücherhexen

    Hi Romi ;D

    Wir schauen uns deinen Blog wirklich sehr gerne an ;D

    Was die negativen Rezis angeht. Wir finden es einfach wichtig, die ehrliche Meinung zu sagen. Egal ob sie gut oder schlecht ausfällt. Das hilft ja auch den Autoren sich selbst zu verbessern! Viele Autoren nehmen das auch sehr gut auf, es gibt selten welche, die sich dann übertrieben aufregen. Aber naja. Jeder ist anders 😉

    Flatterhafte Grüße
    Bücherhexen

    Ahhh! Danke für deine Hilfe! Wir korrigieren das gleich mal 😀

  • Bücherhexen

    Hi Benedikt 😀

    Danke für deine Meinung! Wir freuen uns wirklich, dass dir unser Blog so gefällt 😉
    Wir folgen dir auch mal, weil dein Blog echt schön ist ♥

    Flatterhafte Grüße
    Bücherhexen

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